Der Designer und seine Muse

"Kannst Du mir deine neue Pelzkollektion zeigen“ stand da im grell schimmernden Licht des Handydisplays in dicken schwarzen Lettern geschrieben. Der Dubliner Flughafen war auch zu dieser späten Stunde noch hektisch und ich wartete auf den Flieger nach Leipzig. Nur noch wenige Stunden bis nach Hause. 12 Stunden Arbeit lasteten mir schwer wie Blei auf den Schultern und plötzlich war ich wieder hell wach.

 

Die Nachricht war von einer äußerst prominenten Schweizer Dame. Kaum in Leipzig angekommen, verpackte ich meine edelsten Stücke. Schon am Wochenende sollte ich wieder im Flieger nach Zürich sitzen. Wir waren zum Champagner-Frühstück im noblen „Baur au lac“ Hotel verabredet. Für mich eine Chance, das Angenehme mit dem Angenehmen zu verbinden und auch noch meine Familie zu besuchen.

 

Funkelnde Luxuswagen und eine Atmosphäre des Besonderen bauten sich vor mir auf, als ich die Züricher Bahnhofstrasse hoch lief und vor dem Hotel stehen blieb. Ich machte riesige Augen und war mir nicht sicher, ob ich hier wirklich richtig bin. Nach kurzem Überlegen marschierte ich lässig gekleidet und bemüht lockeren Schritts in die Hotelhallen.

 

In der Lounge wollten wir uns treffen. Ich betrat den Raum und erkannte sie schon von weitem. Dort saß wirklich die Schlagzeilen beherrschende Millionärsgattin Irina Beller und erwartete mich bereits. Eine der schillernsten  Persönlichkeiten stand plötzlich Live und in Farbe vor mir. Obwohl wir uns noch nie zuvor persönlich begegnet waren, war die Begrüßung sehr herzlich. Küsschen links und Küsschen rechts und sofort waren wir auf der gleichen Wellenlänge.

 

Ganz fremd waren wir uns auch wirklich nicht, verfolgten wir doch seit Monaten gegenseitig unsere Karrieren in der Presse. Das Eis war flugs gebrochen und schnell ging es nur noch um das Thema Pelz. Als große Pelzliebhaberin machte Irina kein Geheimnis daraus, wie toll Sie meine Arbeit findet. Vertieft in unser Gespräch und bei dem einen oder anderen Glas Champagner bemerkten wir gar nicht wie schnell die Zeit verging.

 

Spontan verabredeten wir uns auf ein weiteres Treffen. Es brauchte nicht vieler Worte, um Irina zu überzeugen, meine Pelze in der Öffentlichkeit zu repräsentieren und mich für zukünftige Kreationen zu inspirieren. Mit Ihrer authentischen und extrovertierten Art ist sie ein großer Gewinn für meine Schöpfungen. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und ich könnte mir keine bessere Repräsentantin für meine Modemarke WISLY wünschen. Ich glaube eine solche Beziehung wie zu Irina nennt man Muse.

 

Unser Treffen überraschte mich extrem positiv und für mich war klar, dass hinter der Person Irina Beller eine hübsche und sympathische Geschäftsfrau steckt. Weitere treffen folgten und so ist mittlerweile eine sehr gute Freundschaft zwischen uns entstanden. Wenn es unser enger Zeitplan zulässt,  verabreden wir uns auch einfach einmal so zum Essen.